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Blauregen – pflegeintensiv, aber wunderschön anzusehen

Den Blauregen, lat. Wisteria, gibt es in verschiedenen Arten. Alle besitzen die für diese Pflanze so typischen langen Blütentrauben, die den Blick automatische auf die Blüten lenkt. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn die Samen des Blauregens sind giftig!

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Die Blütentrauben vom Blauregen können eine Länge von 80 Zentimetern erreichen. Je nach Art des Blauregens erstrahlen diese in weiß, gelb oder blauviolette. Letztere ist die typische Farbe vom Blauregen, die jeder mit dem Pflanzennamen verbindet. Grundsätzlich handelt es sich beim Blauregen um eine schnell wachsende Kletterpflanze, die zu der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehört, welche wiederum zur Familie der Hülsenfrüchtler zählt. Das Besondere am Blauregen sind nicht nur seine auffälligen und großen Blütendolden, sondern auch, dass er bis zu zweimal im Jahr blühen kann.

Blauregen – pflanzen & pflegen

Der Blauregen zählt zu den robusten Kletterpflanzen und wächst zudem sehr schnell und hoch. Wuchshöhen von mehr als zehn Metern sind für den Blauregen kein Problem, vor allem deshalb nicht, weil er pro Jahr ungefähr einen Meter wächst. Je älter der Blauregen ist, desto verholzter du dicker ist sein Stamm, denn er muss einiges an Gewicht tragen. Leider ist das Wuchsverhalten auch ein gewisses Manko, denn genau dieses macht den Blauregen für jeden Gärtner zu einer pflegeintensiven Pflanze. Wer ihn unkontrolliert wachsen lässt, wird sprichwörtlich sein „blaues Wunder erleben“, denn dann kann die Pflanze Höhen von 30 Metern erreichen. Grundsätzlich ist Vorsicht geboten, denn der Blauregen enthält Giftstoffe. Besonders gefährlich sind die Samen der imposanten Pflanze. Bereits zwei davon können bei Kindern zu den typischen Vergiftungserscheinungen führen. Dazu gehören nicht nur Durchfall, Magenbeschwerden und Erbrechen, sondern auch Kreislaufprobleme. Sollten bei jemanden, der eventuell Kontakt mit einem Blauregen hatte solche Symptome auftreten, ist sofort der Notruf zu wählen! Ebenso betroffen vom Gift der Pflanze können Haustiere sein, wie zum Beispiel Hasen, Meerschweinchen und Vögel.

Pflanzzeit – Frühjahr

pflanzzeit Die beste Zeit, um einen Blauregen auszupflanzen, ist das Frühjahr. Denn der Boden ist vor dem Einsetzen der Pflanze anzureichern und mit einem Schutz vor Wühlmeisen zu versehen. Beim Auspflanzen bitte darauf achten, dass der Blauregen mindestens 60 Zentimeter von der Hauswand entfernt steht, sofern daran die Rankhilfe angebracht ist. Ansonsten kann die kräftige Pflanze deutlichen Schaden anrichten.

Standort – sonnig und warm

standort Zwar ist es keine Seltenheit das Glyzinien, wie der Blauregen auch genannt wird, in den ersten Jahren, meist sind es die ersten drei bis vier, keine Blüten ausbringt, aber sollte er am falschen Standort stehen, wird es nie der Fall sein. Deswegen gilt vor dem Auspflanzen erst einmal der richtige Platz zu finden. Ältere Blauregen haben einen hohen Lichtbedarf und sollten sonnig stehen. Maximal ein lichter Halbschatten ist noch in Ordnung für die Kletterpflanze, die es gerne warm hat. Lediglich bei Jungpflanzen sieht dies anders aus, sie benötigen noch etwas mehr Schatten als ältere Exemplare. Unbedingt von Nöten ist auch eine Rankhilfe, damit sie der Blauregen schnell in die Höhe winden kann. Wer hierauf verzichtet, wird nicht lange Freude an der schönen Blume haben.

Pflanzenabstand – einzeln

pflanzenabstand Grundsätzlich sollte ein Blauregen einzeln stehen, da er sich nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite ausdehnen kann. Lediglich regelmäßige und wenn es sein muss auch radikale Rückschnitte können die Sorten der Wisteria an ihrer Ausbreitung hindern.

Pflanztiefe – min. 60 cm

pflanztiefe Die Pflanztiefe von einem Blauregen sollte mindestens 60 Zentimeter betragen. Grund dafür ist die Größe, auf welche die Pflanze mit der Zeit heranwachsen kann. Steht sie weniger tief im Boden, kann es sein, dass ihre Wurzeln nicht genug halt finden.

Wuchshöhe – 10 bis 30 Meter

wuchshoehe Die Kletterpflanze ist mit einem Meter pro Jahr sehr schnell wachsend. Aus diesem Grund erreicht der Blauregen auch Wuchshöhen von zehn Metern oder mehr ohne Probleme. Wer die Wisteria nicht regelmäßig zurückschneidet, muss damit rechnen, dass sie eine Höhe von 30 Metern erreichen kann.

Duftzeit – Frühjahr und Sommer

duftzeit Eine genaue Eingrenzung der Duft- und Blütezeit ist beim Blauregen nicht wirklich möglich. Grundsätzlich hängt es von der Art der Wisteria ab, zu welcher Zeit sie ihre Blütenrispen ausbringt. Grundsätzlich lässt sich allerdings sagen, dass viele Arten zweimal im Jahr blühen und zwar einmal vor dem Ausbringen der Blätter und einmal danach. Aller Exemplare vom Blauregen haben angenehm duftende Blüten, die auch Insekten anlocken.

Pflegeaufwand – hoch

pflegeaufwand Dank seines schnellen Wuchses ist der Pflegeaufwand vom Blauregen als hoch für den Gärtner einzustufen. Denn dadurch benötigt die Kletterpflanze einen regelmäßigen Rückschnitt. Außerdem gilt es darauf zu achten, dass sich ihre Triebe nicht in Ritzen und Vorsprünge verkriechen und immer ein passendes Rankgerüst zur Verfügung steht. Zudem benötigt der Blauregen ausreichend Nährstoffe im Boden und ein lockeres Pflanzsubstrat, ebenso wie genügend Wasser.

Wasserbedarf – hoch

waesserung Der Blauregen ist eine Kletterpflanze die viel Wasser benötigt. Regenfälle reichen nicht aus, um ihn genügend mit Flüssigkeit zu versorgen. Deswegen sollte er täglich Flüssigkeit erhalten. Bekommt der Blauregen nicht genügend Wasser, so kann es sein, dass er seine Blütenansätze abwirft.

Lebensdauer – mehrjährig

lebensdauer Beim Blauregen handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die über mehrere Jahrzehnte den Gärtner erfreut.

Schnittzeit – Sommer und Winter

schnittzeit Schnelles Wachstum zeichnet den Blauregen aus. Deshalb ist es in jedem Jahr wichtig, die frischen Triebe stark einzukürzen. Nicht nur das Wachstum wird mit diesem Schnitt kontrolliert, sondern er sorgt auch dafür, dass die Blüte im nächsten Jahr wesentlich prachtvoller ausfällt. Zwar ist die Kletterpflanze an sich mehrjährig, aber sie blüht eigentlich nur an ihren Trieben, die einjährig sind. Nachdem es beim Blauregen etwas länger dauern kann, bis er das erste Mal seine Blüten ausbringt, kann der Gärtner ihn mit einem regelmäßigen Rückschnitt hier unterstützen. Weiter Hinweise dazu gibt es weiter unter im Text.

Blauregen überwintern

winterhart Beim Blauregen handelt es sich um eine winterharte Pflanze. Ältere Exemplare, die bereits gut eingewachsen sind benötigen keinerlei Schutz vor kalten Temperaturen. Bei jungen Pflanzen sieht es hingegen anders aus, denn die sind noch nicht so kälteresistent. Trotzdem ist der Winterschutz bei jungen Blauregenpflanzen nicht aufwendig. Es gilt lediglich den Boden in der Nähe des Stammes mit einer dicken Schicht Mulch oder Kompost zu bedecken und diese dann zusätzlich mit Reisig von Fichten abzudecken. Diese zusätzliche Schicht reicht aus, damit die Wurzeln der jungen Kletterpflanze nicht erfrieren.

Pflegehinweise

Wie oben schon kurz erwähnt benötigt der Blauregen regelmäßig einen Rückschnitt. Dabei unterscheidet der Gärtner grundsätzlich einmal zwischen zwei Schnitten, dem Grundschnitt, der ab dem dritten Jahr im Sommer und im Winter nötig ist und dem Erziehungsschnitt für Jungpflanzen. Alle Schnitte sind wichtig, damit der Blauregen sich gut entwickelt und schöne Blüten ausbringt. Deshalb hier noch einmal die wichtigsten Details dieser Schnitte.

Grundschnitt

Der Grundschnitt sollte grundsätzlich ab dem dritten Jahr erfolgen, und zwar zweimal im Jahr. Vorab sind alle Halte- und Befestigungsschnüre zu lösen, weil die Kletterpflanze sich jetzt von selbst am Rankgitter halten kann. Wer diese jetzt noch am Blauregen belässt, kann diese durch einschnüren schädigen. Zudem gilt es folgende Schritte auszuführen:

Sommer

Für den Sommerschnitt vom Blauregen ist die Zeit von Juni bis August ideal. Dabei aber bitte vorsichtig sein, denn in der Krone der Kletterpflanze nisten gerne Vögel. Alle Jungtriebe sind nun drastisch zu kürzen, und zwar bis auf eine Länge von drei bis sieben Augen. Dabei dürfen die Triebe am Ende maximal noch eine Länge von 50 Zentimetern haben. Triebe, die sich im oberen Bereich des Stammes befinden, bleiben vom Sommerschnitt unberührt. Der Schnitt während der Zeit von Juni bis August dienst vor allem einer Verjüngung von Blauregenpflanzen, die schon älter sind.

Winter

Ende November bis Ende Februar ist die perfekte Zeit für den Winterschnitt. Dabei gilt es die unteren Seitentriebe so zurückzuschneiden, dass sie gleich auf mit dem Stamm sind. Die im Sommer schon gekürzten Triebe sind nun nochmals zu kürzen, und zwar so, dass nur noch drei bis fünf Aufgen über bleiben. Dadurch bilden sich dann neue Kurztriebe, an denen sich besonders viele Blüten ansetzen. Ältere Triebe, an denen nur noch wenig Grün vorhanden ist, bitte nun auslichten.

Erziehungsschnitt

Während der ersten beiden Jahre ist beim Blauregen ein sogenannter Erziehungsschnitt nötig. Dieser sorgt dafür, dass die Jungpflanzen ihre Energie nicht verschwenden, sondern sich an der richtigen Stelle auf das Wachstum konzentrieren können. Wichtig dabei ist, die oberen Seitentriebe nicht zu kürzen, sondern nur die unteren. Hier darf lediglich so viel stehen bleiben, dass sich nur noch zwei oder drei Blätter am Trieb befinden. Wildtriebe und bodennahe Triebe gilt es ebenso zu entfernen. Zum Abschluss darf ein Blick auf die Rankhilfe nicht fehlen, denn wenn der Blauregen wächst, kann er im schlimmsten Fall Quetschungen durch zu enge Haken oder Ösen davontragen. Diese gilt es dann zu lockern.

Vermehrung

Die Vermehrung aus Samen ist beim Blauregen nicht üblich, denn bei Setzlingen aus Samen kann es Jahre dauern, bis der Blauregen die ersten Blüten ausbringt. Veredelte Glyzinien blühen wesentlich früher, aber eine Veredelung ist für Hobbygärtner fast nicht realisierbar. Ebenso verhält es sich mit der Vermehrung durch Stecklingen. Die einzige Möglichkeit, für Laien neue Pflanzen zu gewinnen, besteht durch Absenker.
 
Wer mit Absenkern neue Blauregenpflanzen entstehen lassen möchte, muss zuerst einen langen Trieb in Richtung Boden leiten. Die Rinde gilt es an einer Seite leicht abzuschaben oder einzuritzen. Danach genau diese Stelle etwa 15 Zentimeter tief im Boden vergraben, aber bitte so, dass der Trieb auf der anderen Seite noch aus der Erde herausragt. Nun gilt es die Erde, bis zur Bildung der ersten Wurzeln immer feucht zu halten. Haben sich genügend Wurzeln ausgebildet, dass der Trieb sich alleine versorgen kann, ist es möglich diesen durch einen flachen Schnitt von der ursprünglichen Pflanze zu trennen. Jetzt lässt sich die neue, junge Blauregenpflanze auch beliebig versetzen.

Dünger und Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat vom Blauregen muss immer genügend Feuchtigkeit enthalten, damit der Wurzelballen über ausreichend Wasser verfügen kann. Als ideal hat sich hier ein Boden erwiesen der sandig-humos ist und so auch wasser- und luftdurchlässig ist. Vom pH-Wert her sollte er neutral bis sauer sein. Ein regelmäßiges Düngen ist beim Blauregen nicht nötig, sofern er in einem optimalen Boden steht. Perfekt ist Kompost als Nährstofflieferant. Er wird im Frühjahr ausgegeben, alternativ kann auch Guano als Dünger dienen.

Krankheiten und Schädlinge

Gerade ältere Pflanzen sind sehr robust und zeigen nur selten einen Befall von Schädlingen oder Krankheiten. Bestimmte Schädlinge, die sich besonders gerne auf dem Blauregen niederlassen gibt es im Übrigen nicht. Lediglich Wühlmäuse finden den Wurzelballen sehr schmackhaft. Weshalb es durchaus ratsam ist beim Einpflanzen einen Drahtkorb zum Schutz in das Pflanzloch einzubringen. Ist der Blauregen generell schon geschwächt, beispielsweise durch zuwenig Wasser oder handelt es sich um junge Pflanzen, kann es sein, dass er anfälliger ist für Spinnmilben und Blattläuse. Diese lassen sich aber schnell und effektiv bekämpfen. Genauso verhält es sich bei einem Befall mit Pilzen oder Echtem Mehltau, der ab und zu vorkommen kann.